Eine Koproduktion von Den Nationale Scene und dem Baronie Rosendal
August Strindbergs ikonisches Stück Fräulein Julie aus dem Jahr 1888 ist in dieser Version im Baronie Rosendal angesiedelt. Julie, die Tochter des Barons, hatte eine turbulente Kindheit auf dem Gut.
Es ist Mittsommernacht auf dem Anwesen. In der Gutsküche begegnen sich Julie und der Diener Jean – zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten, die einander nie hätten näherkommen sollen. Im Laufe der Nacht beginnen die Grenzen zwischen ihnen zu verschwimmen: zwischen Oberschicht und Dienerschaft, zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir zu sein wünschen.
Julie ist die Adelige, die stets versucht hat, die Grenzen um sich zu sprengen. Jean ist der Diener, der jede Gelegenheit nutzt, um aufzusteigen. Ebenfalls in der Küche ist Kristin, Jeans Verlobte, gebunden an ihre Pflicht. Zwischen Julie und Jean entwickelt sich ein Spiel aus Anziehung, Stolz, Unterwerfung und Kampfwillen – während Kristin Zeugin von etwas wird, das sie nicht aufhalten kann.
Strindbergs Klassiker ist eine schonungslose und präzise Studie darüber, wie Klasse, Geschlecht und Begehren Menschen auseinanderreißen können. Eine intensive und kompromisslose Geschichte über das Überschreiten von Grenzen – und den Preis, der dafür gezahlt wird.
