Es ist unsicher, wann die Hansezeit in Bergen eigentlich begann. Wir wissen jedoch, dass die Kaufleute in Bergen ab dem 12. Jahrhundert Handelsbeziehungen zu Deutschland unterhielten. In Deutschland wird für gewöhnlich der Zeitraum vom 13. bis zum 16. Jahrhundert als Hansezeit bezeichnet. In Bergen dauerte die Hansezeit jedoch länger als im restlichen Europa.

Bergen war kein selbstständiges Hansemitglied, sondern eines der vier Kontore der Hanse. Die übrigen Kontore befanden sich in Brüggen, London und Nowgorod.

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In Bergen wurde hauptsächlich Getreide gegen Stockfisch getauscht, der in Norwegen im Überfluss vorhanden war. Als die Handelsniederlassung der Hanse im Jahre 1754 geschlossen wurde, übernahm das Norwegische Handelskontor, das von eingebürgerten deutschen Kaufleuten geführt wurde, die Geschäfte. Das Norwegische Handelskontor wurde 1899 aufgelöst. 50 Jahre später wurde der Fischgroßmarkt nach Bontelabo verlegt, da die alten Holzhäuser keine zeitgemäße Infrastruktur mehr boten.

Heute steht zweifelsfrei fest, dass Bergen im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz war. So ist zum Beispiel in einigen mittelalterlichen Karten Bergen eingezeichnet, während die heutige Weltmetropole London fehlt.