Geschichte
Anders Svor (1864–1929) machte bereits früh als Holzschnitzer auf sich aufmerksam. Im Jahr 1882 verliess er seine Heimatgemeinde Hornindal, um an der Königlichen Zeichen- und Kunstschule in Kristiania (heute Oslo) zu studieren, bevor er seine Ausbildung an der Kunstakademie in Kopenhagen fortsetzte. Nach einem Studienaufenthalt in Paris Mitte der 1890er-Jahre eröffnete Anders Svor ein eigenes Atelier in Kristiania, wo er bis zu seinem Lebensende lebte. Svor gehörte zu den bedeutendsten norwegischen Bildhauern seiner Generation. Seine Werke wurden vom Nationalmuseum in Norwegen erworben, und er war auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.
Sammlung und Dauerausstellung
Das Museum beherbergt eine Sammlung von fast 600 Objekten – von Skizzen bis hin zu einigen seiner bedeutendsten Werke, darunter die Gipsskulptur „Ung pike“ [Junges Mädchen] (1895) und der Bronzebrunnen „Bylgja“ [Die Welle] (1913). Die Dauerausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in Anders Svors Arbeitsmethoden, seine Motivwelt, Typologie und stilistische Entwicklung – von detailliertem Naturalismus über Klassizismus bis hin zum Symbolismus.
