Das Museum ist in der Sommersaison für Interessierte geöffnet und veranstaltet dann auch Führungen.
Die Geschichte des Klippenfischs
Ein Besuch im Museum vermittelt sowohl ein visuelles als auch sinnliches Bild von dem, was die Entwicklung Kristiansunds vom 18. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit entscheidend prägte.
Die Besucher werden durch die einzigartige und unberührte Einrichtung des Kaianlegers geführt. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre auf dem Kai, geprägt vom Geruch von Klippenfisch und Salz in den Wänden. Mehrere Fotoausstellungen zeigen das Leben auf den Klippenfischbergen und wie die Herstellung und der Export von Klippenfisch auf traditionelle Weise ablief.
Wenn Sie Milnbergan erreichen, stehen Sie auf einem der ältesten und größten Klippenfischberge des Landes. Der Kai darunter wurde von William Gordon erbaut, einem der Gründer der Klippenfischindustrie in Kristiansund und Norwegen. Der Kai trägt den Namen Walter Miln, der ihn 1772 kaufte. Milnbrygga wurde in mehreren Abschnitten gebaut, wobei der älteste Teil 1749 von Gordon errichtet wurde.
Der Standort war aufgrund der großen Flächen an blankem Fels rund um den Kai besonders günstig für die Klippenfischproduktion. Die Saison begann im März und dauerte den ganzen Sommer. Der Kabeljau wurde gespalten, gesalzen und in den Laderäumen der Boote gepresst.
Wenn der Fisch nach Kristiansund gebracht wurde, wurde er zunächst am Ufer gewaschen. Danach reifte er in Salz und wurde erneut gewaschen, bevor er auf den „Bergan“ zum Trocknen ausgelegt wurde. Das kleine rote Haus in der Mitte des „Bergan“ ist eine Flakabu, in dem Ausrüstung für das Trocknen gelagert wurde. Das Trocknen dauerte 4–6 Wochen oder länger, je nach Wetterlage. In der Saison konnten hier bis zu 150 Personen arbeiten, ein großer Teil davon waren Frauen und Kinder.